Der monatliche Bericht vom Schreibtisch des Bürgermeisters
Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Kinder,
irgendwie stürmen wir in höchster Geschwindigkeit dem Jahresende entgegen. Wir versuchen die schönen, zahlreichen und wohlgemeinten Veranstaltungen in der ach so staden Zeit mit Würde und Anstand zu begehen. Insgeheim sind viele froh, wenn das Jahr zu Ende geht und ein neues beginnt. Das beinhaltet das Gefühl, etwas Anstrengendes oder Unangenehmes hinter sich lassen zu können. Gleichzeitig die Hoffnung, dass etwas Neues und Gutes vor uns liegt.
Solche Gedanken sind naheliegend, aber auch ungerecht. Zum einen war das ablaufende Jahr nicht unangenehm. Viele schöne Begegnungen und Feste sowie manche Erfolge – sportliche, kulturelle und kommunale – konnten errungen werden. Außerdem verpasst man, wenn man sich nur im Zukünftigen aufhält, das Hier und Jetzt. Zum anderen bürdet man dem neuen Jahr auf, erfolgreich, angenehm und voller Work-Life-Balance zu sein.
Verkannt wird jedoch: Der größte Erfolgsfaktor ist die Bereitschaft etwas zu tun, zu wagen und Veränderungen zu akzeptieren oder aktiv zu gestalten.
Das war eine wohltuende Eigenschaft des amtierenden Gemeinderates. Die Damen und Herren im kommunalen Ehrenamt waren immer am erfolgreichsten in den abgelaufenen Jahren, wenn Kreativität und Mut zur Veränderung gefragt waren.
Ein aktuelles Bespiel ist die Entwicklungsbegleitung des Wolldeckenareals. In der letzten Sitzung wurden die Weichen so gestellt, dass hier über 170 Appartements für altersgerechtes Wohnen (Betreutes Wohnen und Betreutes Wohnen plus) errichtet werden können. Auch das ist kommunale Daseinsvorsorge. Viele weitere Beispiele gäbe es für vorrausschauendes gemeindliches Handeln.
Natürlich muss man dazu ausgetretene Pfade und die Komfortzone verlassen. Aber dies ist - bewiesener Weise - möglich und wesentlich öfter erfolgreich, als das Verbleiben in der bisherigen Position.
Genießen wir die Zeit, die bis Jahresende noch bleibt, mit den vielen Feiern, den Weihnachtsmärkten, Konzerten und Begegnungen. Zeit mit anderen verbringen zu dürfen, ist ein Geschenk. Lassen wir uns beschenken. Vielen Dank an alle, die uns Ihre Zeit schenken, im Ehrenamt oder als guter Nachbar.
Schöne Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr! 2025 war ein schönes Jahr und 2026 wird ein gutes Jahr – wir müssen es nur wollen!
Ihr
Richard Richter
Erster Bürgermeister