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Markt Bruckmühl

Bürgermeisterbrief

Der monatliche Bericht vom Schreibtisch des Bürgermeisters.

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Kinder,

im Oktober war wieder Vieles los: Herbstkonzert, Kirta-Veranstaltungen, Herbstsaison der Theatervereine startete u.v.m.. Besonders beeindruckend waren die Veranstaltungen der Schulen.

Die Ausbildungsmesse in der eigenständigen Mittelschule Justus-von-Liebig in Heufeld brach wieder alle Rekorde. Ein besonderer Dank an die Veranstalter – Schulleitung, Lehrende und Förderverein, aber auch an die vielen Betriebe und Unternehmen, die sich hier vorstellen und aktiv um die Nachwuchskräfte werben, unter dem Motto: „Unsere betriebliche Zukunft“.

Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Bruckmühl veranstalteten einen ganzen Tag in der Kulturmühle das Planspiel: „Wir sind Landtag!“ Dabei wurden die Phasen der Gesetzgebung anhand eines konkreten Beispiels durchlebt. Leider konnte ich aufgrund von Terminengpässen nicht dabei sein. Es war jedoch, nach meinen Kenntnissen, ein bereichernder Erfolg.

Einige Jahrgangsstufen am Gymnasium haben Ende Oktober den Tag der Demokratie gestaltet. Einige Marktgemeinderäte und -rätinnen durfte am Vormittag in Diskussionsrunden mit den Schülerinnen und Schülern sich über Themen austauschen. In der Kulturmühle hatten wir zusätzlich einen Sitzungsraum aufgebaut. Hier durfte ich mitdiskutieren. Ein spannender Vormittag. Die jungen Damen und Herren haben unverblümt ihre Fragen und Gedanken geäußert, frei von den oft gehörten Phrasen und Parteienansichten verliefen die Gesprächsrunden. Die bemerkenswerteste Frage fand ich: Was würden Sie denn ändern, wenn Zwänge und Geld keine Rolle spielen? Interessant – da dürfen Sie sich auch gerne fragen. Meine Antwort: Ich würde wollen, dass mehr Verständnis für den Anderen aufgebracht werden könnte. Das wäre auch ohne Geld sofort erreichbar. Es bedeutet nicht Zustimmung, nur erkennen, welche Beweggründe liegen in der jeweiligen Ansicht und Situation des Anderen.

Insgesamt interessante Tage für unsere Zukunft, aber auch für mich. Danke an die Lehrkräfte und Schulleitungen, die solche – mit Sicherheit – anstrengenden Möglichkeiten bieten. Danke auch an die Kollegen und der Kollegin aus dem Marktgemeinderat, die sich die Zeit für die Schülerinnen und Schüler genommen haben.

Der November ist der Monat des Innenhaltens, des Erinnerns im Besonderen: an liebe Menschen, die von uns gegangen sind, an Menschen die wegen Krieg und Terror das Leben, die Heimat und Vermögen verloren haben. An den Naziterror und an den Wegfall der Reisebeschränkungen für die Bürger der damaligen DDR. Alles an einem 09.11.
Wir sollten aufhören mit relativierenden Argumentationen und Verbrechen als solche bezeichnen. Rechtsstaat und Demokratie sind das höchste Gut unseres Staates. Darüber sich zu informieren, darüber nachdenken und vorleben, sind die Schutzimpfung gegen Intoleranz, Demagogie und Terror. Demokratie und Rechtsstaat haben nur Bestand, wenn auch der Staat dazu besteht. Danke für jeden demokratischen Beitrag.

Nutzen wir den November für das Nachdenken und Innehalten, bevor wir uns in die liebe, herzliche und staade Zeit begeben.

Ihr
Richard Richter
Erster Bürgermeister