Fortschritte auf der Baustelle

Nach einer kurzen Winterpause gehen die Arbeiten für das neue Bürger- und Kulturhaus weiter voran - gleichzeitig mit destruktiven und konstruktiven Maßnahmen. Im Inneren des 1890 errichteten Gebäudes hat die Entkernung begonnen. So wurde der komplette Innenputz, der mit PCB-haltigem Farbanstrich versehen war, abgeschlagen und als Schadstoff entsorgt. Die Alternative, die Farbe abzuschleifen, wäre Vinzenz Schaberl vom gemeindlichen Bauamt zufolge zu aufwändig gewesen. Im Rohzustand der Wände kann man verschiedene Umbaumaßnahmen wie beispielsweise später zugemauerte Fenster und Türen erkennen. Ebenfalls abgeschlagen wurden die Fliesenbeläge und die Kühlzellen wurden samt den Kühlmitteln entfernt. Ausgesprochen staubig ging es zu beim Abbau der Geschossdecken, deren Zwischenräume („Fehlböden“) mit einem Stroh-/Mörtelgemisch als Dämmung gefüllt waren. Auch dieses Dämmmaterial muss als Sondermüll entsorgt werden. Wie bereits berichtet wird vom Original-Kellergewölbe nur ein Teil erhalten werden können, der dann mit Stahlträgern an die neuen Betondecken angehängt wird. Die Außenwand an der Ostseite hat sich im Zuge der Sicherungsmaßnahmen leicht gesenkt, was als Riss in einer extra dafür angebrachten „Gipsmarke“ sichtbar ist. „Diese Senkung ist nach Auskunft unseres Statikers aber unbedenklich“ erläutert der Rathaus-Baufachmann. Draußen haben hingegen die konstruktiven Arbeiten mit der Vorbereitung der Keller-Bodenplatte begonnen. Dabei werden zunächst die Grundleitungen verlegt und die Sauberkeitsschicht und die Isolierung aufgebracht. Vor dem Betonieren wird dann noch die Bewehrung mit Baustahl vorgenommen. Als „äußeres Zeichen“ für den Start in die konstruktive Bauphase erfolgte die spektakuläre Aufstellung des Baukrans, die zahlreiche Bürger vor Ort verfolgten. Mit einem 220 t-Mobilkran der Firma „Kranservice Weiss“ aus Mindelheim wurden die einzelnen Bauteile hochgehoben und eingepasst. „Der Turm des Liebherr-Krans ist 24 m hoch, der Ausleger ist 37,5 m lang und wiegt 4 t“ erläuterte Montageleiter Benjamin Bode. Die Bauarbeiten werden von der Pfeiffer Bau GmbH Rosenheim ausgeführt.

Text und Fotos: Johann Baumann

Sicherungsmaßnahmen im Fokus

Die Arbeiten für das neue Bürger- und Kulturhaus gehen voran - wenngleich derzeit noch „im Untergrund“. Nach dem Einbau von Bohrpfählen an der Westseite sowie von Stahlträgern und Stahlspundwänden an der Nord- und Ostseite (wir berichteten) stehen derzeit weitere Sicherungsmaßnahmen im Fokus. Inzwischen wurde auf der Nordseite des Bestandsgebäudes das Fundament freigelegt und die Baugrube noch unter dessen Niveau ausgehoben. Das alte Fundament wird dabei Abschnitt für Abschnitt „untergraben“ und zu seiner Stabilisierung mit Spritzbeton unterfüllt und dadurch verfestigt. Auf der Ostseite entlang der Bahnhofstraße werden die eingebauten Spundwände zusätzlich gesichert und verankert. Zu diesem Zweck werden mit dem sog. Injektionsbohrverfahren Löcher in die Wände gebohrt. „Im Inneren des Bohrers befindet sich eine Rohrleitung, durch die im gleichen Arbeitsgang eine mörtelähnliche Zementsuspension eingebracht wird“ erläutert Benedikt Berger vom ausführenden Tiefbau-Spezialunternehmen Mayer & Gelloz aus Ruhpolding dem „Bruckmühler Bürgerbote“. Die beiden Verfestigungsarbeiten wurden inzwischen abgeschlossen.
Text und Fotos: Johann Baumann

Großgeräte im Einsatz

Die Arbeiten für das neue Bürger- und Kulturhaus haben Fahrt aufgenommen. Dabei waren nichtalltägliche Baumaschinen im Einsatz. So wurden insbesondere zum Schutz des westlichen Nachbaranwesens durch die Fa. Hubert Schmid aus Marktoberdorf 25 Bohrpfähle in den Boden versenkt. Dazu wurden mit einem Spezialgerät erschütterungsfrei 8,50 Meter tiefe Löcher mit einem Durchmesser von 62 cm gebohrt und mit einem Baustahl-Korb bewehrt. Abschließend wurden die Bohrlöcher mit Beton gefüllt. „Jeweils 3 cbm Beton wird pro Bohrpfahl benötigt“ erläuterte der verantwortliche Polier Alexander Schäferling unserer Zeitung. „Die betonierten Bohrpfähle dienen gleichzeitig als westliche Kelleraußenwand“ erklärte Vinzenz Schaberl vom gemeindlichen Bauamt. Ein weiteres, rund 11 m hohes Großgerät zum Bohren und Rütteln war an der Nord- und Ostseite der Baustelle tätig. Dort werden mit einer Variante des sog. „Berliner Verbaues“ sowohl die Baugrube als auch die nördlich angrenzenden Gebäude abgesichert. Bei dieser Methode werden 9 m lange Stahlträger im Boden versenkt und die Zwischenräume mit Stahlspundwänden ausgefacht. Zur Vorbereitung für den Einbau der Stahlträger trat ein 10 m langer Schneckenbohrer in Aktion. Im nächsten Arbeitsgang wurden mit Unterstützung eines Baggers die Eisenträger senkrecht fixiert und mit sanftem Druck und relativ geringer Vibration in den „gebohrten“ Boden gerüttelt. Anschließend wurden auf die gleiche Weise Spundwände eingebracht, die später zusammen mit den Stahlträgern wieder entfernt werden. Der Verbau der Baugrube konnte inzwischen abgeschlossen werden.
Text und Fotos: Johann Baumann

Spatenstich am 5.11.2020

Für das neue Bürger- und Kulturhaus fand jetzt in kleinem Rahmen der Spatenstich statt. Bürgermeister Richard Richter hob dabei die Zusammenarbeit mit den Beteiligten hervor, die das Vorhaben partnerschaftlich vorangetrieben hätten.
Besonders würdigte er die Leistungen des mit der Planung und Bauleitung beauftragten Traunsteiner Architekturbüros Romstetter sowie des Rathaus-Sachgebietsleiters Markus Zehetmaier.
Der Rathauschef wünschte einen unfallfreien Verlauf für das Projekt. "Das neue Bürger- und Kulturhaus soll ein Baustein zur Steigerung der Attraktivität des Zentrums werden".

Abbruch der Nebengebäude abgeschlossen

Im Bruckmühler Ortszentrum entsteht ein neues Bürger- und Kulturhaus durch den Umbau bzw. Teil-Neubau der früheren Bahnhofsrestauration „Neuwirt“. Als erste Maßnahme erfolgte der Abbruch des östlich gelegenen, erdgeschossigen Anbaues. Beim Rückbau des schmalen, erdgeschossigen Nebengebäudes an der Nordseite einschließlich des Kellers traten verschiedene Schadstoffe auf. Nach deren Entsorgung wurde nunmehr der vollständige Abbruch des Nebengebäudes vorgenommen. Ebenfalls beprobt wurde Aushubmaterial, das nunmehr abgefahren werden konnte. Die Abbrucharbeiten wurden von der Fa. Zoßeder aus Eiselfing ausgeführt. Nach Aussage des gemeindlichen Bauamtes sollen die Bauarbeiten im September 2020 starten.

Text und Fotos: Johann Baumann

Die Abbrucharbeiten haben begonnen

Es geht los - die Baumaschinen für ein neues Bürger- und Kulturhaus im Bruckmühler Ortszentrum sind angerollt. Der neue Komplex entsteht durch den Umbau bzw. Teil-Neubau der früheren Bahnhofsrestauration „Neuwirt“. Als erste Maßnahme erfolgte der Abbruch des östlich gelegenen, erdgeschossigen Anbaues. Ebenfalls abgebrochen wird das schmale, langgezogene erdgeschossige Nebengebäude an der Nordseite. Darin befand sich u. a. der Schlachtraum der zur Bahnhofsaustauration gehörigen Metzgerei sowie Lagerräume und eine Garage. Diese Abbruchaktion umfasst auch den Keller, der vorher entsprechend zurückgebaut wird. Im Kellergeschoß war u. a. der ehemalige Schießstand untergebracht. Beim Rückbau traten verschiedene Schadstoffe auf, die vor dem Abbruch entsorgt werden müssen. Hierzu wurde die offene Ostseite mit Planen eingehaust. „Die Einhausung ist notwendig, weil sonst Regen nach innen und schadstoffhaltiger Staub nach außen dringen könnten“ erläuterte der für das Projekt zuständige gemeindliche Bauamts-Mitarbeiter Heinz Inninger. Die Schadstoffentsorgung wird nach seiner Einschätzung insgesamt ca. zwei Wochen in Anspruch nehmen.
Johann Baumann